Hilpoltstein (epd). Geschichten über Fledermäuse faszinieren die Menschen. Mit Superhelden wie Batman oder Vampiren wie Dracula haben die kleinen Säugetiere in der Realität zwar nichts zu tun, heißt es in einer Mitteilung des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz (LBV) am Donnerstag. Doch sie hätten große Talente. Fledermäuse könnten etwa mit den Ohren sehen. Mit bis zu 60 Kilometern pro Stunde würden sie durch die Dunkelheit rasen. Aus Anlass der europäischen Fledermausnacht vom 26. auf den 27. August plane der LBV zahlreiche Veranstaltungen in Bayern, hieß es.
Zur "Batnight" werde es etwa ein Fledermausfest für Familien im Englischen Garten in München geben, eine nächtliche Schifffahrt auf dem Altmühlsee oder einen Spaziergang in der Eremitage in Bayreuth. Alle bayernweiten Fledermausveranstaltungen sind unter www.lbv.de/batnight aufgeführt.
Insgesamt über 25 verschiedene Fledermausarten seien bisher in Bayern nachgewiesen. Darunter die vom Aussterben bedrohte Große Hufeisennase, deren letztes Vorkommen deutschlandweit sich im oberpfälzischen Hohenburg befindet, teilt der LBV mit. Viele Fledermausarten seien gefährdet, weil sie bei ihren nächtlichen Jagdflügen immer weniger Insekten finden, die ihnen als Nahrung dienen, erklärte LBV-Biologin Angelika Nelson. Mit einem naturnahen Garten, in dem auch Nachtblüher wachsen, könne man den Fledermäusen helfen, so Nelson.