München (epd). Angesichts des Lehrermangels auch an Förderschulen geht die Staatsregierung auch hier neue Wege: Ab kommenden Schuljahr 2023/2024 gibt es eine neue zweijährige Ausbildung zur Fachlehrkraft Sonderpädagogik, wie das Kultusministerium am Dienstag mitteilte. Die Ausbildung bestehe aus einem Jahr Vorbereitungsdienst am Staatsinstitut in Mittelfranken sowie aus einem Dienstjahr als Beamter auf Probe, in dem man engmaschig begleitet werde. Die Ausbildung richte sich an Heilerziehungspfleger, Heilpädagogen und Erzieher, die seit mindestens drei Jahren in einem Förderzentrum in Bayern gearbeitet haben.
Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sagte, mit dem neuen Angebot entwickle man die Qualifizierung von Heilpädagogischen Unterrichtshilfen und Heilpädagogischen Förderlehrern weiter und biete Beschäftigten an Förderschulen "attraktive Aufstiegsmöglichkeiten". Die neuen Fachlehrkräfte Sonderpädagogik sollen nach ihrer Weiterbildung eigenverantwortlich unterrichten und weitere schulische Aufgaben übernehmen. Wie die CSU-Fraktion mitteilte, werden die Fachlehrkräfte nach bestandenem Staatsexamen nach Besoldungsgruppe A10 bezahlt, hinzu komme die Aufstiegsmöglichkeit in die Besoldungsgruppe A11.