München (epd). Bayern hat eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene von Menschenhandel und Zwangsprostitution eingerichtet. Das sei "ein großer Schritt im Kampf gegen den Menschenhandel", sagte Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) laut einer Mitteilung vom Freitag. Der Freistaat fördert die Anlaufstelle mit knapp 190.000 Euro.
Die Anlaufstelle dient den Angaben zufolge als erste Hilfeorientierung, an die sich Betroffene bei Fragen zu Menschenhandel und Zwangsprostitution wenden können. Auch die Polizei erhalte hier Hinweise und könne umgehend aktiv werden, hieß es weiter. Zudem könnten Personen, die sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen, Verdachtsfälle auf Menschenhandel melden. Die Kontaktaufnahme sei telefonisch oder per Internetchat möglich, das Angebot sei kostenlos, anonym und mehrsprachig. Trägerin ist die "STOP dem Frauenhandel" gGmbH mit Sitz in München.