München (epd). Am 15. September plant die Klimabewegung Fridays For Future (FFF) den nächsten "globalen Klimastreik". Die Ortsgruppe München teilte am Donnerstag mit, sie erhoffe sich wieder zehntausende Teilnehmende wie im März, als nach Angaben der Veranstalter 32.000 Menschen demonstrierten. Klimagerechtigkeit bedeute, auf soziale Gerechtigkeit, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit zu setzen, sagte Luc Ouali von FFF München. "Es geht darum, eine Gesellschaft zu erschaffen, in der die Bedürfnisse aller vor den Profitinteressen Weniger stehen."
Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern, dass diejenigen, die von Entscheidungen betroffen sind, auch mitentscheiden dürfen. Dies seien junge Menschen und die am stärksten von der Klimakrise betroffenen Länder. Mit dem Hashtag "#climateforchange" fordert die Bewegung nicht nur die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze, sondern auch einen sozialökologischen Wandel. Die Demonstration in München beginnt um 12 Uhr am Siegestor. Auch in vielen anderen bayerischen Städten wie Regensburg, Nürnberg, Bayreuth und Würzburg sind Demonstrationen geplant.
Bereits für den 1. September haben FFF München außerdem zu einer Demonstration gegen die in der kommenden Woche startende Internationale Automobilmesse (IAA) aufgerufen. Sie fordern eine Zukunft der Mobilität abseits des motorisierten Individualverkehrs. Während der Demonstration am Gärtnerplatz sollen Akteure des von verschiedenen Umweltgruppen veranstalteten Mobilitätswende-Camps zu Wort kommen.