Aachen, München (epd). Die ehemalige polnische Premierministerin, Justizministerin und Generalstaatsanwältin Hanna Suchocka erhält den Klaus-Hemmerle-Preis 2022. Mit der undotierten Auszeichnung würden Suchockas "Engagement für Recht, Gerechtigkeit und Integration" sowie "ihr Einsatz für europäische Integration, Menschenrechte, Demokratie und die deutsch-polnische Versöhnung als Brückenbauerin" gewürdigt, teilten das Bistum Aachen und die Fokolar-Bewegung am Dienstagabend in Aachen und München mit. Die Preisverleihung soll am 28. Januar in Aachen stattfinden. Die Laudatio wird den Angaben zufolge der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, halten.

Die 1946 im polnischen Pleschen geborene Juristin war 1992/93 die erste weibliche Ministerpräsidentin von Polen und danach Justizministerin und Generalstaatsanwältin. Bis 2013 vertrat sie Polen als Botschafterin beim Heiligen Stuhl und wurde 2014 von Papst Franziskus zum Mitglied der neugeschaffenen Päpstlichen Kommission für den Schutz von Minderjährigen ernannt.

Der Preis erinnert an den früheren Aachener Bischof Klaus Hemmerle (1929-1994). Bisherige Preisträger waren unter anderem der ehemalige Präsident des Lutherischen Weltbundes, Bischof i. R. Christian Krause, der Ökumenische Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel, die Lepraärztin Ruth Pfau und der Rabbiner Henry Brandt. Die in mehr als 180 Ländern vertretene Fokolar-Bewegung, die sich für Ökumene und den Dialog der Religionen einsetzt, vergibt die Auszeichnung seit 2004 alle zwei Jahre. Geehrt werden Persönlichkeiten, die als "Brückenbauer" den Dialog zwischen den Kirchen, Religionen und Weltanschauungen fördern.

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