Dachau (epd). Acht neue Gedächtnisblätter für Verfolgte des NS-Regimes stellt der Trägerkreis "Gedächtnisbuch Dachau" am Montag (25. Oktober) im ASV-Theatersaal vor. Ehemalige Schülerinnen und Schüler eines Dachauer und eines Grafinger Gymnasiums haben die Lebensgeschichten für das seit 1999 bestehende Projekt recherchiert. Die Gedächtnisblätter stehen online zur Verfügung und liegen im Gesprächsraum der evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau aus.

Die neu gestalteten Biographien rücken beispielsweise die Lebensläufe von Wolfgang Meier und seinen Söhnen in den Fokus, die ins KZ Dachau kamen, weil sie einen Geistlichen vor der Gestapo versteckt hatten. Der Südtiroler Friedl Volgger wurde verhaftet, weil er sich der Umsiedlungspolitik der Nationalsozialisten widersetzte, der Former August Baumann war Kommunist, der Jurastudent Walter Beier und der Jurist Karl Watzinger ebenfalls Gegner der Nationalsozialisten. Der jüdische Lehrer Abraham Müller starb im Dezember 1938 im KZ Dachau.

Das Gedächtnisbuch ist nach Angaben des Trägerkreises eine stetig wachsende Sammlung von Biographien ehemaliger Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau. Normalerweise werden die neuen Blätter am 22. März vorgestellt. Wegen der Coronapandemie musste die Präsentation im Jahr 2020 entfallen und wird nun nachgeholt. Mitglieder des Trägerkreises sind unter anderem das Dachauer Forum, der Kreisjugendring, die Lagergemeinschaft Dachau und die Versöhnungskirche.

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