München (epd). Mit Resilienz-Workshops und Team-Coachings will der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) Pflegekräfte besser vor psychischen Überlastungssituationen und Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen schützen. "Wir wollen sie darin unterstützen, gut mit psychischen Belastungen umzugehen", sagte Holetschek bei der Auftaktveranstaltung zum bayernweiten Resilienzprogramm am Montag in St. Georgshof, einer Einrichtung des Bayerischen Roten Kreuzes für chronisch psychisch kranke Menschen, in Rettenbach am Auerberg (Landkreis Ostallgäu).

Wegen des Fachkräftemangels arbeiteten viele Beschäftigte in der Langzeitpflege oder Eingliederungshilfe am Limit, sagte der Gesundheitsminister. Diese psychische Belastung könne etwa zu Burn-Out und im schlimmsten Fall zum Ausscheiden aus dem Beruf führen. Um Fachkräfte so lange wie möglich im Beruf zu halten, müssten sie unterstützt werden, sagte Holetschek. Der Bedarf an Fachkräften in der Pflege werde in den nächsten Jahren weiter steigen. Mit 17,8 Millionen Euro unterstützt der Freistaat Bayern 2023 und 2024 das Resilienzprogramm.

Interessierte Einrichtungen könnten sich direkt an einen der vier Anbieter wenden, um Termine für Resilienz-Workshops und Team-Coachings zu vereinbaren, hieß es in der Mitteilung. Darin soll Beschäftigten geholfen werden, besser mit Krisensituationen umzugehen und Stress bei der Arbeit besser zu bewältigen. Außerdem sollen Führungskräfte im Umgang mit den eigenen psychischen Belastungen sowie denen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sensibilisiert werden. In den Team-Coachings könnten die Kollegen etwa die belastende Zeit der Corona-Pandemie aufarbeiten und als Team näher zusammenkommen.