München, Urfeld (epd). Die Gründer des Walchensee-Museums in Urfeld, Inge und Friedhelm Oriwol, sind für ihren jahrzehntelangen Einsatz für Kunst, Kultur und Heimatkunde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. "Ihr Walchensee-Museum erzählt nicht nur Geschichte, es berührt, es bleibt - und es bewahrt damit ein Stück bayerischer Identität", sagte der bayerische Kunstminister Markus Blume (CSU) laut Mitteilung am Montag in München. Menschen wie das Ehepaar Oriwol seien "Hoffnungsträger" und zeigten, "wie bürgerschaftliches Engagement neue Räume öffnet für Bildung, Erinnerung und Zusammenhalt". Kultur lebe von Menschen, die "einfach anfangen", "ihre Ideen in die Welt tragen und ihre Heimat bereichern", sagte Blume.
Friedhelm Oriwol, Diplom-Bauingenieur und "Wahloberbayer" mit Wurzeln in Schlesien, habe schon in den 1970er Jahren mit dem Aufbau seiner Sammlung begonnen, hieß es weiter. Sie reiche von alten Ansichtskarten über Kupferstiche bis hin zu Werken des deutschen Impressionisten Lovis Corinth. 2003 gründete er mit seiner Frau Inge die Friedhelm-Oriwol-Stiftung, 2008 eröffneten sie das Museum in Urfeld am Walchensee, im ehemaligen Hotel "Zur Post", um die Sammlung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Heute beherbergt das Haus den Angaben zufolge nicht nur eine der bedeutendsten Corinth-Sammlungen, sondern auch den Nachlass der wiederentdeckten Künstlerin Freiin Charlotte von Maltzahn.
Mit dem Bundesverdienstkreuz würdigt der Bundespräsident auf Vorschlag des Freistaats Bayern zwei Persönlichkeiten, die Verantwortung übernommen und ein einzigartiges Vermächtnis hinterlassen haben.