Bonn, Nürnberg (epd). Drei Gruppen Grüner Damen und Herren haben für ihr Engagement in der Corona-Zeit den Brigitte-Schröder-Preis erhalten. Trotz massiver Einschränkungen in den Krankenhäusern und Altenheimen hätten sie ihren Besuchsdienst aufrechterhalten, um kranke und alte Menschen begleiten zu können, erklärte die Brigitte-Schröder-Stiftung am Mittwoch. Unter den Ausgezeichneten ist die Gruppe aus dem Evangelischen Krankenhaus Martha-Maria in Nürnberg. In der Pandemie seien acht Mitglieder für ehrenamtliche Seelsorge in der interdisziplinären Notaufnahme ausgebildet worden. Sie seien noch heute fester Bestandteil des Teams, hieß es. Die Nürnberger bekamen den zweiten Preis in Höhe von 2.000 Euro.

Mit dem ersten Preis in Höhe von 3.000 Euro wurde die Gruppe in der Anhaltinischen Diakonissenanstalt Marienheim in Dessau geehrt. Die Grünen Damen und Herren hätten zunächst per Telefon den Kontakt zu den 60 überwiegend an Demenz erkrankten Bewohnerinnen und Bewohnern aufrechterhalten und gemeinsam mit Studierenden der Fachhochschule für Sozialarbeit Anhalt (FHS) draußen Freizeitaktivitäten angeboten. Den dritten Preis (1.000 Euro) erhielten die Grünen Damen und Herren an den Johanniter-Kliniken in Bonn.

Insgesamt hatten sich den Angaben zufolge 25 Gruppen mit Projekten und Konzepten aus der Zeit der Corona-Pandemie um den Preis beworben. Die Stiftung geht auf ihre Namensgeberin Brigitte Schröder zurück, die Gründerin der Grünen Damen und Herren. Sie hatte in den 1960er Jahren den ehrenamtlichen Dienst in Kliniken in den USA kennengelernt und in Deutschland etabliert.