Augsburg (epd). Wegen einer zu kurzen Hebebühne bleibt die Kuppel des Augsburger Perlachturms vorerst, wo sie ist: in 70 Metern Höhe. Offensichtlich hatte die beauftragte Firma aufgrund eines Berechnungs- oder Kommunikationsfehlers ein Fahrzeug mit nur 65 Meter langem Ausleger geschickt, wie die Augsburger Allgemeine auf ihrer Webseite schreibt - zu kurz, um die Arbeiter sicher zur Kuppelspitze zu bringen. Die Stadt habe mit Blick auf die Panne versichert, dass die Projektleitung alles mehrfach überprüft habe. Man versuche nun, eine passende Hebebühne zu organisieren.

Schon im Vorfeld war die Aufregung um die - wie es auf der Homepage der Stadt heißt - "atemberaubende Baumaßnahme" groß gewesen: Um den Perlachturm sanieren zu können, hätte dessen Kuppel erstmals in seiner jahrhundertealten Geschichte abgenommen werden sollen. Dazu wäre ein windstiller Tag nötig gewesen. Die Kuppel hätte ab 23. Juli zum Info-Pavillon vor dem Rathaus werden sollen. Ob dieser Zeitplan jetzt noch eingehalten werden kann, ist fraglich.

Der Perlachturm am Rathausplatz ist eines der Wahrzeichen Augsburgs. Seit 2017 ist er für Besucher geschlossen, im vergangenen Jahr haben die Sanierungsarbeiten begonnen. Die Anfänge des Perlachturms gehen auf das 10. Jahrhundert zurück, sein heutiges Aussehen hat der Turm seit dem 17. Jahrhundert.