München (epd). Das Kulturzentrum für geflüchtete Menschen in München, Bellevue di Monaco, beginnt im September die Veranstaltungsreihe "Europas Grenzen - Von der Normalisierung des Ausnahmezustands". Zusammen mit dem Bayerischen Flüchtlingsrat, der Hilfsorganisation medico international und der Seebrücke München wolle man sich damit auseinandersetzen, was es für die Gesellschaft und geflüchtete Menschen bedeutet, wenn die europäischen Außengrenzen besser geschützt werden sollen, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit.

Den Auftakt zur Veranstaltungsreihe machen die Migrationsforscherin Valeria Hänsel und der Kulturanthropologe Bernd Kasparek, die am 8. September um 19 Uhr in der Black Box des Fat Cat (ehemaliger Gasteig) über "Abschottung um jeden Preis - Zur Transformation des Europäischen Grenzregimes" sprechen. Am 25. November geht es um Willkommenskultur und gewaltsame Push Backs an den polnischen, ukrainischen und belarussischen Grenzen. Am 1. Dezember folgt eine Diskussion über "Die gewaltsame Abschottung Europas". Bis ins Frühjahr 2024 sind etwa monatlich weitere Veranstaltungen der Reihe geplant, so die Veranstalter.