München (epd). Die historischen, rund 180 Jahre alten Schalenbrunnen vor der Ludwig-Maximilians-Universität in München werden in den kommenden Wochen aufwendig gereinigt. Die beiden Brunnen wurden kurz nach Fertigstellung des Universitätsgebäudes zwischen 1840 und 1844 im Auftrag von König Ludwig I. nach den Plänen des Architekten Friedrich von Gärtner im klassizistischen Stil erbaut, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Inspirieren ließ Gärtner sich von den Brunnen auf dem Petersplatz in Rom. Die "Römischen Brunnen" gelten heute als "Wahrzeichen" der Ludwig-Maximilians-Universität.

Gereinigt werden die Brunnen kostenlos von der Firma Kärcher im Rahmen ihres Kultursponsorings. Über die Jahrzehnte hätten sich dicke Kalk- und Farbschichten auf den Brunnen abgesetzt, die von zwei Mitarbeitern vier Wochen lang aufwendig mit bis zu 1.000 bar Wasserdruck abgetragen werden sollen. Man habe "großen Respekt vor der Aufgabe", teilte das Unternehmen mit. Ein "denkmalgerechtes Vorgehen" habe höchste Priorität, deshalb stimme man sich "im Vorfeld mit den Denkmalbehörden und -eigentümern ab". Die Kalk- und Farbschichten würden bis auf die Zinkhaftgrundierung entfernt, hieß es.

Weitere Handwerker führen nach der Reinigung eine umfangreiche Metallrestaurierung durch. Darüber hinaus werden auch das Natursteinbecken instandgesetzt sowie die Wasserleitungen, Pumpen und Beleuchtung erneuert. Diese Arbeiten sind für die folgenden Monate geplant und sollen bis im Oktober abgeschlossen sein.