Ansbach (epd). Der Sozial-Aktivist Raúl Aguayo-Krauthausen wird am 30. Juni von der Hochschule Ansbach mit dem Bildungspreis 2023 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert, außerdem wird für ein Jahr ein Hörsaal der Hochschule nach Krauthausen benannt, wie die Hochschule Ansbach mitteilte. Der Schwerpunkt des Bildungspreises liegt dieses Jahr auf dem Thema Vielfalt und Inklusion. Krauthausen setze sich seit vielen Jahren für Menschen mit Behinderung und für Inklusion ein. Der 42-Jährige hat selbst Osteogenesis imperfecta ("Glasknochenkrankheit"), ist kleinwüchsig und nutzt einen Rollstuhl.

Für den 30. Juni haben die Studierenden, die sowohl Organisation als auch Umsetzung des Bildungspreises übernehmen, gleich zwei Laudatorinnen und einen Laudator verpflichtet: Kristina Vogel gewann elf WM-Titel, zweimal Olympisches Gold und gilt als erfolgreichste Bahnradfahrerin der Welt. Bei einem Trainingsunfall im Jahr 2018 verletzte sie sich schwer an der Wirbelsäule und ist seitdem querschnittsgelähmt. Adina Hermann engagiert sich als Vorständin für den gemeinnützigen Verein "Sozialhelden". Sie ist Raúl Krauthausens beste Freundin und kämpft gemeinsam mit ihm für mehr Barrierefreiheit, Inklusion und Vielfalt.

Der Laudator, der Arzt, Comedian, Fernsehmoderator und Wissenschaftsjournalist Eckart von Hirschhausen, wird seine Rede per Video halten, hieß es. Krauthausen hat im Vorfeld angekündigt, das per Crowdfunding bereitgestellte Preisgeld in die beiden Projekte "Bündnis Inklusion Berlin" und "Mittendrin Köln" zu investieren.