München (epd). Weil die Zahl der Pflegebedürftigen zunimmt, hat der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) einen gemeinsamen Pflegegipfel von Bund und Ländern gefordert. Die Herausforderungen in der Pflege könnten Bund, Länder, Kommunen, Träger und Verbände nur gemeinsamen lösen, sagte der Minister am Sonntag in München. Um die Pflegebedürftigen finanziell zu entlasten, die pflegenden Angehörigen angemessen zu unterstützen und die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte zu verbessern, seien umfassende Reformen nötig.

Im Dezember 2021 seien in Bayern 578.147 Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes gewesen. Die Zahl könnte Prognosen zufolge bis zum Jahr 2050 auf fast 1,1 Millionen Menschen ansteigen. Damit werde auch der Personalbedarf in der Langzeitpflege bis zum Jahr 2050 um mehr als 53.000 Pflegekräfte auf fast 143.000 Pflegekräfte in Vollzeit ansteigen, hieß es in der Mitteilung.

Die aktuellen Entwicklungen und Prognosen in der Pflege sei ab Montag in einem neuen Internetportal unter www.pflegebedarf2050.bayern.de zu finden. Damit erhielten die kreisfreien Städte, Landkreise und Bezirke Unterstützung bei der Erstellung der Pflegebedarfsplanung.