Nürnberg, Berlin (epd). Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat für einen offenen Umgang mit psychischen Erkrankungen geworben. Rund ein Drittel der Bevölkerung leide im Laufe eines Jahres an einer "relevanten psychischen Störung", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums vom Montag. "Psychische Erkrankungen können jeden von uns treffen", sagte der Minister mit Blick auf den Staatsempfang für in der Psychiatrie tätige Menschen am Montagabend in Nürnberg. Holetschek musste seine geplante Teilnahme wegen der aktuellen Beratungen über die Krankenhausreform in Berlin absagen.

Holetschek sagte, sein Dank gelte jenen, die sich um Menschen mit psychischem Hilfebedarf kümmern: "Sie leisten einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Bewusstsein für psychische Erkrankungen." Zudem warm Holetschek bei Betroffenen darum, "sich bei Bedarf rechtzeitig fachkundige Unterstützung zu holen". Er erinnerte an das vor mehr als zwei Jahren gestartete Angebot der Krisendienste Bayern für Menschen in psychischen Notlagen, das rund um die Uhr telefonisch erreichbar sei - auch für Angehörige, Bezugspersonen und Personen aus dem Lebensumfeld von Menschen in psychischen Krisen.