Nürnberg (epd). Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat das internationale Festival für Geistliche Musik in Nürnberg (ION) als "europaweit einzigartiges Forum für geistliche Musik" bezeichnet. Die ION sei "zu einem Podium der Zusammenarbeit und des Gedankenaustauschs von Künstlern, Komponisten und Theologen aus allen Ländern Europas geworden", sagte Herrmann laut einer Mitteilung seines Ministeriums am Sonntagabend beim Empfang der Stadt Nürnberg zum Abschluss des Musikfests. Mit der ION werde Nürnberg alle Jahre wieder für einige Tage zum musikalischen "Nabel der Welt" - und das nicht nur für Liebhaber der Kirchenmusik, sagte der Innenminister.
Vom 23. Juni bis 2. Juli hat das 72. Musikfest ION in Nürnberg stattgefunden. In 22 Konzerten, zwei musikalischen Festgottesdiensten sowie zahlreichen begleitenden und vertiefenden Angeboten ist das Jahresthema "Halt" künstlerisch durchdrungen worden. Auf dem Programm standen zum einen Gipfelwerke der Musikgeschichte wie Mendelssohn: Elias, Monteverdi: Marienvesper und ikonische Chorwerke der Moderne wie Arnold Schönbergs "Friede auf Erden" oder das 1982 beim Musikfest uraufgeführte "Agnus Dei" von Krzysztof Penderecki. Zum anderen waren zwei Uraufführungen zu erleben. Hinzu kamen künstlerische Auseinandersetzungen mit Klassikern der Pop- und Rockgeschichte - in Kirchenräumen.