München (epd). Die Staatsanwälte in Bayern befassten sich immer häufiger mit strafbaren Inhalten wie Hakenkreuzen oder kinderpornografischen Inhalten auf Schülerhandys, hat der bayerische Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Mittwoch in München bei der Vorstellung einer Präventionskampagne festgestellt. 2021 seien in Bayern 160 Jugendliche oder Heranwachsende im Alter von 14 bis 20 Jahren nach Jugendstrafrecht verurteilt worden, weil sie kinderpornografische Inhalte verbreitet, gekauft oder besessen hätten, sagte Eisenreich. Schülerinnen und Schülern sei oft gar nicht bewusst, wie schnell sie sich strafbar machen könnten.

Das Justizministerium habe zusammen mit dem Kultusministerium die Präventionskampagne "Mach dein Handy nicht zur Waffe" entwickelt. Diese Kampagne, die bereits seit zwei Jahren läuft, stellte Eisenreich nun zusammen mit Jugendrichter Christian Gassner Jugendlichen aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe des Lise-Meitner-Gymnasiums in Unterhaching vor. In einem zweiminütigen Video tritt Falco Punch auf, der dreizehn Millionen Follower bei TikTok hat. Punch zeige anhand typischer Fälle, wie schnell man sich mit seinem Handy strafbar machen kann, heißt es in der Mitteilung. Das Video wurde im Lise-Meitner-Gymnasium gedreht.