München (epd). Das Erzbischöfliche Jugendamt (EJA) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) München und Freising haben ein neues Online-Tool zur Prävention veröffentlicht. Das Tool, das die Prävention sexualisierter Gewalt niederschwellig unterstützen soll, war bereits in der Entwicklungsphase ausgezeichnet und von staatlicher Seite gefördert worden, teilte das Erzbistum München am Freitag mit. Jetzt ist es als kostenfreies Angebot im Internet abrufbar.

Das Tool richte sich laut Mitteilung insbesondere an Personen, die Kinder- und Jugendgruppen leiten. Anschaulich und lebensnah können sie demnach ihr Wissen über Kinderrechte vertiefen und sich mit Fragestellungen zu Grenzverletzungen, sexualisierten Übergriffen und sexualisierter Gewalt auseinandersetzen. "Beim Erstellen des Tools haben wir darauf geachtet, dass die Beispiele aus dem Jugendarbeitsalltag stammen", sagte Monika Godfroy, die das Projekt "Kirchliche Jugendarbeit - ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche" beim EJA leitet. Das Tool sei ein wichtiger Baustein der Präventionsarbeit, sagte Generalvikar Christoph Klingan.

Das Online-Tool ist eines von 21 Projekten, die im Rahmen des "Aktionsplans Jugend" des Bayerischen Familienministeriums nach einem digitalen Hackathon unter der Überschrift #ideenfürdiejugend von einer Jury ausgewählt wurden. Das Ministerium unterstützte die Verwirklichung der ausgewählten Projekte finanziell, der Bayerische Jugendring und das JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis begleiteten sie.