Regensburg, Passau, Köln (epd). Die katholische Laienbewegung "Wir sind Kirche" und die Laienverantwortung Regensburg haben sich in einem offenen Brief an die vier bischöflichen Kritiker des Reformdialogs Synodaler Weg gewendet. In dem am Montag veröffentlichten Schreiben fordern sie die Bischöfe auf, sich in der Frage der Finanzierung des Synodalen Ausschusses der Mehrheit der 23 anderen Bischöfe anzuschließen.

Das Vorgehen der vier Kritiker stelle eine "Blockadehaltung" dar, die eine "immer offensichtlicher werdende Spaltung innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz" deutlich mache, heißt es in dem Schreiben, das an die drei bayerischen Bischöfe Rudolf Voderholzer (Regensburg), Stefan Oster (Passau) und Gregor Maria Hanke (Eichstätt) sowie den Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki gerichtet ist.

Aufgrund der Blockadehaltung könne derzeit der Reformdialog zwischen Bischöfen und Laien nicht fortgesetzt werden, der den Missbrauchsskandal aufarbeiten und Laien mehr Mitsprache einräumen soll, heißt es in dem Schreiben weiter. Der Synodale Ausschuss werde zudem mit einer "Verweigerung von Kirchensteuergeldern" verhindert. Unter den 27 Diözesanbischöfen gilt in Finanzfragen die Einstimmigkeit.

Das Verhalten der vier Bischöfe sei deshalb "eine unkluge, unverantwortliche und kurzsichtige bischöfliche Machtausübung", schreiben die Autoren. Sie schlossen sich überdies einem Aufruf des Münsteraner Kirchenrechtlers Thomas Schüller an, der die Kirchensteuerräte in den vier Bistümern aufforderte, ihren Bischöfen zu sagen, dass sie "nicht Besitzer dieses Geldes" seien, das sie nun verweigerten, sondern die Kirchensteuerzahler.