Kiel, Höhenkirchen-Siegertsbrunn (epd). Das deutsche "Jugend forscht"-Team hat beim 37. "European Union Contest for Young Scientists" (EUCYS) am vergangenen Wochenende in Kiel einige Preise geholt. An dem EU-Wettbewerb für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) nahmen 144 junge Forscherinnen und Forscher aus fast 40 Ländern teil, wie die Stiftung Jugend forscht am Montag mitteilte. Die Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren präsentierten demnach in zehn Wettbewerbskategorien insgesamt 98 Forschungsprojekte. Nach 1993 wurde der europäische Wettbewerb erstmals wieder in Deutschland ausgetragen.

Vincent Nack aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Landkreis München) erhielt den mit 750 Euro dotierten Preis für herausragende Innovationen in der Informatik. Der 19-Jährige habe ein KI-gestütztes System zum Schutz vor Telefonbetrug entwickelt. Seine selbst programmierte Software prüfe Gesprächsinhalte und könne Täuschung in Echtzeit erkennen.

Jamila-Cate Tran (20) aus Hannover erhielt den mit 5.000 Euro dotierten zweiten Preis für ihr Forschungsprojekt zur Wirkung von SGLT-2-Hemmern. In einer Studie habe die Bundessiegerin im Fachgebiet Biologie nachweisen können, dass diese Medikamente zur Behandlung von Diabetes auch Patienten nach Nierentransplantationen helfen können.

Forschungsprojekt zu Sanduhren

Tim Kammel (18) aus Lemgo in Nordrhein-Westfalen überzeugte die Jury mit seinem Forschungsprojekt zur Funktionsweise von Sanduhren. Er gewann den "EUROfusion Prize", verbunden mit einem einwöchigen Aufenthalt an einer Forschungseinrichtung des "EUROfusion"-Konsortiums. Er habe den Effekt unterschiedlicher Öffnungsgrößen sowie Trichterformen auf das Strömungsverhalten des Sands analysiert und eine Computersimulation der Dynamik entwickelt.

Der "European Union Contest for Young Scientists" wird von der Europäischen Kommission veranstaltet. Er zielt darauf ab, den wissenschaftlichen Austausch und die internationale Zusammenarbeit zwischen jungen Forschenden zu fördern.