München (epd). Fast jeder zweite Arbeitnehmer in Bayern war in diesem Jahr bereits mindestens einmal arbeitsunfähig. 47,5 Prozent der Beschäftigten hatten bis Ende Juni 2023 mindestens eine Krankschreibung erhalten, teilte die Krankenkasse DAK am Donnerstag in München mit. Für gewöhnlich werde eine so hohe Quote erst am Ende eines Jahres erreicht, hieß es in der aktuellen Fehlzeiten-Analyse der Krankenkasse weiter. Im ersten Halbjahr 2022 waren es nur 38,7 Prozent gewesen, die bereits mindestens eine Krankschreibung erhalten hatten.
Die Beschäftigten waren im ersten Halbjahr 2023 allerdings kürzer krankgeschrieben als im selben Zeitraum des Vorjahres: Die Zahl der Krankschreibungstage sank von durchschnittlich 12,1 auf 9,7 Tage.
Atemwegserkrankungen wie Husten, Schnupfen und andere Infekte hatten im ersten Halbjahr 2023 einen Anteil von 21,5 Prozent am Gesamtkrankenstand (1. Halbjahr 2022: 18,4 Prozent). Auf dem zweiten Platz folgten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit einem Anteil von 18,6 Prozent (1. Halbjahr 2022: 17,3 Prozent). Auch bei Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen erhöhte sich der Anteil am Krankenstand auf 15,5 Prozent im ersten Halbjahr 2023 (erstes Halbjahr 2022: 13,9 Prozent).
Die DAK-Gesundheit ist mit 5,5 Millionen Versicherten - davon mehr als 750.000 in Bayern - die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands.