Dachau (epd). Mit Veranstaltungen, Gottesdiensten und einem Gedenkakt erinnert die KZ-Gedenkstätte Dachau ab Donnerstag (27. April) an den 78. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers. Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) vertrete beim Gedenkakt am Sonntag (30. April) die Staatsregierung mit einer Rede, teilte die Gedenkstätte am Montag mit. Zuvor erinnere der Holocaust-Überlebende Abba Naor bei der Feier des Internationalen Dachau Komitees (CID) am ehemaligen Krematorium an die Opfer der NS-Terrorherrschaft. Insgesamt werden laut Veranstalter 16 Dachau-Überlebende und -Befreier zu der Feierstunde erwartet.

Bereits am Donnerstagabend lesen um 18.30 Uhr Schauspieler und Jugendliche im Besucherzentrum der Gedenkstätte aus der Biographie des mittlerweile verstorbenen Dachau-Überlebenden Uri Chanoch. Seine Witwe Judith wird mit Familienmitgliedern bei der Lesung anwesend sein, heißt es im Programm. Der Themenrundgang am Samstag (29. April) widme sich den Abläufen und Geschehnissen rund um die Befreiung des KZ Dachau am 29. April 1945 durch US-Truppen. Um 17 Uhr finde die Kranzniederlegung am Mahnmal "Nie wieder!" statt, um 18 Uhr die Gedenkfeier des Trägerkreises Todesmarschmahnmal Dachau an der Bronzeplastik von Hubertus von Pilgrim (Theodor-Heuss-Straße/Ecke Sudetenlandstraße).

Der offizielle Gedenkakt beginnt am Sonntag (30. April) um 11.30 Uhr auf dem ehemaligen Appellplatz. Zuvor feiern ab 9.30 Uhr die christlichen und jüdischen Gemeinden Gottesdienste und Gedenkfeiern an ihren Gedenkstätten.