Bayreuth (epd). Menschen, die durch eine Gewalttat gesundheitlich geschädigt wurden, können vielfältige Unterstützung erhalten. Darauf machte zum Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit an diesem Freitag (2.10.) die Landesbehörde Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) in Bayreuth aufmerksam. Dazu zählten vor allem Leistungen der Sozialen Entschädigung nach dem Vierzehnten Sozialgesetzbuch (SGB XIV), darunter medizinische Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe, Pflegeleistungen, monatliche Entschädigungszahlungen und Berufsschadensausgleich.
Beim ZBFS steigt die Zahl der Anträge: Im vergangenen Jahr gingen 1.885 Anträge ein. Für etwa 5.530 Leistungsberechtigte wurden rund 69,7 Millionen Euro ausgezahlt. Im Jahr 2024 waren es noch 1.522 Anträge gewesen, für 3.090 Leistungsberechtigte wurden rund 60 Millionen Euro ausgezahlt.
Unterstützung durch Traumaambulanzen
Die Leistungen der Sozialen Entschädigung "sollen dazu beitragen, die Folgen der schmerzlichen Erfahrung auszugleichen und den Betroffenen konkrete Unterstützung teilwerden zu lassen", sagte ZBFS-Präsident Norbert Kollmer. Eine Gewalttat könne das Leben der Betroffenen und ihrer Angehöriger nachhaltig verändern. Neben körperlichen Verletzungen könnten auch psychische und wirtschaftliche Folgen entstehen.
Neben der finanziellen Unterstützung gibt es die "Schnellen Hilfen". Dazu gehören vor allem Traumaambulanzen für eine sofortige psychotherapeutische Unterstützung. Zudem könne ein Fallmanager Betroffene bei der Ermittlung ihres Hilfebedarfs und der Koordinierung der Unterstützungsleistungen begleiten. Er berät Betroffene und dient als Mittler zwischen Verwaltung und Antragsteller.