München (epd). Vier weitere bayerische Kirchenmusiker dürfen künftig den Titel "Kirchenmusikdirektor" oder "Kirchenmusikdirektorin" führen. An diesem Sonntag (7. Mai), der im Kirchenjahr die Bezeichnung "Kantate" (Singet) trägt, zeichnet die evangelische Landeskirche die Musiker für ihre besondere Leistungen mit dem Ehrentitel aus, wie sie am Dienstag in München mitteilte. Die neuen Kirchenmusikdirektoren sind: Wolfgang Döberlein, Rektor der Hochschule für evangelische Kirchenmusik Bayreuth, Sigurd Knopp, Kantor im Dekanat Kronach-Ludwigsstadt, Christoph Demmler, Kantor in der Michaelskirche Ottobrunn und Elisabeth Göbel, Kantorin im Dekanat Bad Tölz.

Mit der Verleihung des Titels würden kirchenmusikalische Verdienste und Leistungen gewürdigt, "die über den konkreten Einsatzort des Kirchenmusikers oder der Kirchenmusikerin hinaus in die Öffentlichkeit ausstrahlen oder die fachlich für die kirchenmusikalische Arbeit der Landeskirche insgesamt von Bedeutung sind", hieß es. Dies könne etwa eine weithin ausstrahlende musikalische Arbeit sein, eine besondere Form musikalischer Profilbildung, ein bemerkenswertes kompositorisches Wirken oder ein zusätzliches langjähriges Engagement für die Kirchenmusik der Landeskirche insgesamt.

Die Vorschläge erarbeitet eine Kommission, der der Landeskirchenmusikdirektor, seine beiden Stellvertreter, der zuständige Fachreferent im Landeskirchenamt und der Präsident des Kirchenmusikerverbandes angehören. In der bayerischen Landeskirche sind derzeit 119 hauptamtliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker beschäftigt, davon tragen 53 den Ehrentitel Kirchenmusikdirektor.