Erlangen (epd). Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai will die Lebenshilfe Bayern mit verschiedenen Aktionen auf sichtbare und unsichtbare Barrieren im Alltag aufmerksam machen. "Barrierefreie Orte und Wege, Sprache und Hilfsmittel sind für ein selbstbestimmtes Leben und die gleichberechtigte, auch digitale Teilhabe im Alltag entscheidend. Nur so kann inklusives Miteinander gelingen", sagte die Landesvorsitzende Carolina Trautner in einer Mitteilung am Mittwoch.
In München geht es bei der Aktion "Gemeinschaft bewegt - Radeln für Inklusion" unter anderem um das Fehlen von Assistenzkräften für Freizeitaktivitäten. Gestartet wird die Radtour von München nach Flensburg am 5. Mai am Münchner Marienplatz. Die erste Etappe, die innerhalb einer Woche nach Nürnberg führt, werden Radler mit Behinderung und Ehrenamtliche der Offenen Behindertenarbeit begleiten. In Nürnberg wird die Lebenshilfe am 6. Mai auf dem Jakobsplatz den UN-Protestzug unter dem Motto "Wir haben eine Stimme" begleiten. In Fürth soll an diesem Tag anhand einer großen Stadtkarte deutlich gemacht werden, wie schon eine einzige Treppenstufe Teilhabe verhindern könne.
Der Lebenshilfe-Landesverband Bayern mit Sitz in Erlangen hat laut eigenen Angaben rund 160 Mitgliedsorganisationen. Diese unterstützen, fördern und begleiten über 50.000 Menschen mit Behinderungen und deren Familien. Die Veranstaltungen zum Europäischen Protesttag am 5. Mai werden bundesweit von der Aktion Mensch unterstützt.