Aschaffenburg, München (epd). Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ruft die Menschen im Freistaat dazu auf, gerade im Sommer zur Blutspende zu gehen. Neben dem üblichen Sommerloch gehe auch die Zahl der Erstspenderinnen und Erstspender zurück, sagte Angelika Schorer, Präsidentin des BRK, laut Mitteilung vom Freitag. "Besonders die jungen Generationen sind gefragt, noch mehr Verantwortung zu übernehmen", sagte sie. Nur knapp eine Viertelmillion Menschen sichere mit ihrer Blutspende die Versorgung von 13,4 Millionen Bürgerinnen und Bürgern in Bayern. "Diese enorme Verantwortung lastet damit auf den Schultern eines sehr kleinen Kreises."
Unterstützung gibt es von Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Blut zu spenden, sei "gelebte Solidarität", sagte sie bei ihrem eigenen Blutspendetermin in Aschaffenburg. Mit einer Blutspende könne bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Allein in Bayern würden täglich ungefähr 2.000 Blutkonserven benötigt. Auch für die Notfallversorgung müssten immer genug Blutkonserven verfügbar sein.
Potenzielle Blutspenderinnen und Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt sein und mehr als 50 Kilogramm wiegen. Zur Blutspende muss man einen amtlichen Lichtbildausweis und, wenn bereits vorhanden, den Blutspendeausweis mitbringen. Gerade im Sommer gebe es immer noch viele freie Termine, zum Beispiel beim Blutspendedienst des BRK oder in verschiedenen Kliniken, hieß es.