Nürnberg (epd). Der Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, Florian Dierl, verlässt das Dokumentationszentrum und wird Referent im Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestags. Dierl habe die Aufgabe neun Jahre innegehabt, teilte die Stadt am Dienstag mit. In das Dokumentationszentrum kommen jährlich etwa 300.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland. Die 2001 eröffnete Einrichtung in der Kongresshalle sei ursprünglich auf 100.000 Besucher pro Jahr ausgelegt gewesen, hieß es. Seit 2020 wird die Neukonzeption der Einrichtung geplant und das Haus umgebaut. Im Jahr 2025 soll das modernisierte Haus mit einer neuen Dauerausstellung eröffnet werden.

Der 1969 in Selb geborene Historiker und Politikwissenschaftler Dierl hatte innerhalb des Nürnberger Museumsverbunds seit 2014 die Leitung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände inne. Ebenso leitete er die Abteilung "Erinnerungskultur", zu der neben dem eigenen Haus das Memorium Nürnberger Prozesse gehört. Dierl realisierte mit seinem Team Ausstellungen, Veranstaltungen und museumspädagogische Formate, die die Stellung des Hauses "als wichtiger Baustein in der nationalen Museen- und Gedenkstättenlandschaft stärkte", stellte Nürnbergs Kulturbürgermeisterin Julia Lehner in der Mitteilung fest. Lehner kündigte in der Mitteilung an, dass die Stelle wegen ihrer "nationalen und internationalen Reputation und Bedeutung" schnell wieder besetzt werden solle.