Ansbach (epd). Mit zwei Aufführungen der "h-Moll-Messe" mit dem englischen Tenebrae Choir ist die diesjährige Bachwoche Ansbach zuende gegangen. Die Veranstaltungen seien zu über 80 Prozent ausgelastet gewesen, teilten die Organisatoren am Sonntag mit. "Auch die Stimmung bei unseren Besuchern während der vergangenen zehn Tage war durchweg positiv", sagte der scheidende Intendant Andreas Bomba.
In den beiden großen Stadtkirchen und der Orangerie seien vom 1. bis zum 10. August bewährte Ensembles wie das Freiburger Barockorchester, der Windsbacher Knabenchor oder das Kammerorchester Basel aufgetreten, hieß es weiter. Neben 25 Konzerten habe es wissenschaftliche Vorträge, eine musikalische Landpartie, ein Mitsing-Konzert und tägliche Musik-Workshops für Kinder und Jugendliche ab 4 Jahren gegeben, bei denen sie etwas über Bachs Leben und Werk erfahren und selbst musikalisch aktiv werden konnten.
Für Andreas Bomba war es die letzte Bachwoche in seiner Funktion als Intendant: Ab 2026 wird er Vorsitzender der Neuen Bachgesellschaft (Leipzig). Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) würdigte Bomba bereits am vergangenen Wochenende für seine Arbeit. Er habe in den vergangenen fast zwanzig Jahren die Bachwoche geprägt wie kaum ein anderer, seine unverwechselbare künstlerische Handschrift werde noch weit über seine Intendanz hinaus klar erkennbar sein, sagte Herrmann beim Staatsempfang zum Beginn der Bachwoche. "Die Bachwoche Ansbach ist ein kulturelles Juwel - mit Strahlkraft weit über Franken und Bayern hinaus. Sie ist eine echte Institution, eine geistige Heimat für Bach-Liebhaber."
Bombas Nachfolger wird der Kulturmanager und Pianist Johannes Mnich, Gründungsintendant der Tauber-Philharmonie in Weikersheim (Main-Tauber-Kreis) und Lehrbeauftragter für Programmmanagement an der Hochschule für Musik in Würzburg.
Die nächste Bachwoche findet von 30. Juli bis 8. August 2027 statt. Das Musikfest feiert dann seinen 80. Geburtstag. Die Bachwoche Ansbach ist nach eigenen Angaben eines der ältesten deutschen Musikfestivals.