München (epd). Die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) hält die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen für einen inklusiven Arbeitsmarkt unverzichtbar. Die Werkstätten müssten sich aber mehr für den Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt öffnen, sagte Scharf am Dienstag beim Besuch des Bayerischen Werkstättentags, heißt es in einer Mitteilung ihres Ministeriums. Um möglichst vielen Menschen mit Behinderung eine Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, könnten die Werkstätten etwa mehr ausgelagerte Arbeitsplätze in Unternehmen schaffen oder mehr Werkstattbeschäftigten den Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt ermöglichen. "Ein inklusiver Arbeitsmarkt muss noch mehr gelebt werden", sagte die Ministerin.
Bei der Fachtagung kamen die Vertreterinnen und Vertreter von 90 Trägern zusammen, die für 150 Werkstätten für Menschen mit Behinderung in ganz Bayern zuständig sind. 37.000 Menschen mit Behinderung arbeiten in Bayern in Werkstätten, teilte das Ministerium mit. "Sie finden eine sinnstiftende Beschäftigung, soziale Kontakte und die Möglichkeit, ihre Talente zu entfalten", stellte Scharf fest. Der Bayerische Werkstättentag findet den Angaben nach jedes Jahr statt und richtet sich an ein Fachpublikum.