München (epd). Mit ihrer mobilen Kleiderkammer versorgt die diakonia an neun Standorten in München je rund 600 Menschen einmal im Monat mit Kleidung und Dingen des täglichen Bedarfs. Durch das Konzept habe man eine umfangreiche Versorgung aufgebaut, um Menschen in sozialen Notlagen wohnortnah und flexibel zu unterstützen, teilte das Sozialunternehmen am Mittwoch mit. Kooperationspartner seien die Münchner Tafeln, das Begegnungszentrum "Treffam" sowie evangelische und katholische Kirchengemeinden. Das Angebot wird vom Sozialreferat der Landeshauptstadt unterstützt.
Dank eines neuen Transport-Anhängers konnte laut Mitteilung die Logistik der mobilen Kleiderkammer vereinfacht werden. Eine ausklappbare Rampe erleichtere das Be- und Entladen des Anhängers, die Ware könne direkt auf rollbaren Kleiderstangen transportiert werden, durch hochklappbare Seitenwände entstehe eine 40 Quadratmeter große überdachte Fläche. "Bisher haben wir noch keinen Termin wegen schlechten Wetters ausfallen lassen müssen", sagte Gabriele Beurer, Leiterin der diakonia Kleiderkammern. Finanziert wurde der Anhänger durch Spenden an den Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung.
Die mobilen Kleiderkammern sind laut diakonia 2017 entstanden, um die stationäre Kleiderkammer am Standort Moosfeld zu ergänzen. Das Angebot steht Menschen in sozialen Notlagen offen. Der Nachweis der Bedürftigkeit erfolgt zum Beispiel durch den Bürgergeld-Bescheid, Rentenbescheid, den München Pass oder den Tafelausweis.