München (epd). Unter dem Motto "Keine Ausreden mehr - AfD-Verbot Jetzt!" haben in München am Sonntag rund 3.000 Menschen demonstriert. Die Veranstalter sprachen in einer Mitteilung von 3.200 Teilnehmern, die Polizei gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) von 2.500. Die Kundgebung fand im Rahmen des bundesweiten Aktionstags der Kampagne "AfD-Verbot Jetzt!" statt.
"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun", sagte "Fridays for Future"-Pressesprecherin Jana Häfner laut Mitteilung. 80 Jahre nach dem Ende des Holocaust heiße das, die Mittel des Rechtsstaates zu nutzen, um die Demokratie gegen ihre Feinde zu verteidigen.
Die Teilnehmer der Demonstration fordern die Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen die AfD als Konsequenz aus der Einstufung der Partei als gesichert rechtsextremistisch durch das Bundesamt für Verfassungsschutz. Es hatte die AfD Anfang Mai als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung" eingestuft. Dagegen geht die AfD juristisch vor. Die Einstufung ist daher ausgesetzt, bis das Verwaltungsgericht Köln über einen entsprechenden Eilantrag entschieden hat.
Zur Teilnahme an der Demonstration hatten im Vorfeld zahlreiche Initiativen und Organisationen aufgerufen, darunter die DGB-Jugend München, die Initiative #ichbinarmutsbetroffen München und die Kampagne "Offen!". Bundesweit fanden zahlreiche Demonstrationen unter anderem in Berlin, Hildesheim und Essen statt.