München (epd). Mit verschiedenen Projekten haben Schüler und Schülerinnen aus München an die Widerstandskämpfer der Weißen Rose erinnert. "Es ist wichtig, sich schon in jungen Jahren mit dem NS-Unrecht auseinanderzusetzen", sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) bei der Vorstellung der Projekte am Montag im Münchner Justizpalast. Die Schülerinnen und Schüler hatten über Monate gemeinsam mit dem Verein Jews Engaged With Society (JEWS) die Biografien von Widerstandskämpfern und weiteren Opfern der NS-Unrechtsjustiz aufgearbeitet. "Mit Eurem Engagement leistet Ihr einen wichtigen Beitrag für unseren Rechtsstaat und damit auch für unsere Demokratie", so der Justizminister.
Zu den Ideen, die die Schüler und Schülerinnen unter dem Titel "Faces for the Names" gemeinsam mit dem Verein JEWS seit März erarbeitet haben, gehören eine interaktive Karte von München und Umgebung mit Orten des Widerstands und ein Videospaziergang durch das heutige München, bei dem an Orte mit NS-Bezug erinnert wird. Außerdem stellten sie selbst verfasste Gedichte und Lieder zum Thema Widerstand vor sowie ein Live-Interview mit dem Urenkel des Juristen und Widerstandskämpfers Carl Friedrich Goerdeler.
Bereits im März wurden im Rahmen von "Faces for the Names" 24 Porträts von Widerstandskämpfern und Verurteilten an die Fassade des Justizpalasts projiziert. Das Anliegen von JEWS sei es, die individuelle Kreativität und das Commitment, das in jedem jungen Menschen stecke, zu identifizieren und zu aktivieren und für die Stärkung der Zivilcourage unserer heutigen Zivilgesellschaft einzusetzen, sagte JEWS-Vorstand Terry Swartzberg.