Kaufbeuren (epd). Bei Überschwemmungen und Erdrutschen im Norden Pakistans sind am Freitag mehr als 250 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Personen würden vermisst, teilte die Hilfsorganisation humedica am Samstag in Kaufbeuren mit. Ein Erkundungsteam der lokalen Partnerorganisation Pak Mission Society sei bereits in der schwer zugänglichen Bergregion Battagram im Einsatz.

Die Katastrophe wurde durch heftige Regenfälle ausgelöst. Nach ersten Berichten haben die Wassermassen zahlreiche Häuser und große Teile der Infrastruktur zerstört. Auch die von Indien kontrollierte Region Kaschmir ist betroffen. Das Team vor Ort soll nun den genauen Bedarf an Hilfsgütern ermitteln.

Heinke Rauscher, Vorstand von humedica, beschrieb die Lage als dramatisch: "Die Wassermassen der Sturzflut haben unglaubliche Zerstörungen hinterlassen. Häuser, Hab und Gut der betroffenen Menschen, Straßen wurden innerhalb von kürzester Zeit weggeschwemmt." Sie betonte die Dringlichkeit der Hilfe und appellierte an die Spendenbereitschaft in Deutschland. humedica ist nach eigenen Angaben seit 1979 international tätig und trägt das DZI-Spendensiegel, das einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern bescheinigt.