Gmund am Tegernsee (epd). Die Kirche St. Quirin in Gmund am Tegernsee (Landkreis Miesbach) wird nach jahrelanger Sanierung Ende August wiedereröffnet. Die Filialkirche zähle zu den kirchengeschichtlich bedeutendsten Gebäuden des Erzbistums München und gehöre zu den herausragenden Denkmälern im Tegernseer Tal, teilte das Erzbistum am Mittwoch mit. Zur Wiedereröffnung gibt es am 30. August um 10 Uhr einen Gottesdienst mit Altarweihe mit Kardinal Reinhard Marx.
Die Außensanierung hatte 2017 begonnen, 2023 die Innensanierung. Die Ursprünge von St. Quirin reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück. Der Überlieferung nach wurde die Kirche an der Stelle errichtet, an der die Reliquien des römischen Märtyrers Quirinius bei der Überführung nach Tegernsee Halt machten. Dort soll eine heilkräftige Quelle entsprungen sein, deren Rotmarmor-Brunnen noch heute den Mittelpunkt der Kirche bildet. Die Kirche beherbergt auch bedeutende Kunstwerke, darunter Ölgemälde und eine Orgel aus dem 17. Jahrhundert.
Die Kosten für die Renovierung belaufen sich laut Angaben des Erzbistums auf insgesamt rund 2,86 Millionen Euro. Allein 2,7 Millionen Euro finanzierte das Erzbistum, für den Rest kamen unter anderem auch mehrere Stiftungen auf.