Deggendorf (epd). Beim Umweltpolitischen Aschermittwoch haben bayerische Naturschutzverbände die künftige Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. "Klimaschutz ist kein Luxus, sondern dringende Notwendigkeit", sagte der Ehrenvorsitzende des Bund Naturschutz, Hubert Weiger, am Mittwochabend in Deggendorf. Wenn die Klimakrise nicht schleunigst bekämpft werde, dann würden die Folgenkosten der Klimakrise den Staat "in weit größerem Umfang handlungsunfähig machen als irgendwelche Schuldentilgungen".
Der Vorsitzende des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern, Norbert Schäffer, sagte, dass Naturschutz "kein nettes Hobby" sei, sondern eine "staatliche Pflicht" - fest verankert in der bayerischen Verfassung und dem deutschen Grundgesetz. Doch während Naturschutzverbände wie der LBV mit großem Engagement - oft ehrenamtlich und aus eigener Tasche - diese Aufgabe mittrügen, bleibe die Anerkennung durch die Politik oft aus. "Wir fordern hierfür Dankbarkeit und Respekt", sagte Schäffer.
Der Präsident des Landesfischereiverb- andes Axel Bartelt, machte sich für mehr Schutz der Flüsse stark. Die Energiewende dürfe nicht auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Flüsse würden zunehmend als Energielieferanten betrachtet. Obwohl die Gewässer nur etwa zwei Prozent der bayerischen Landesfläche ausmachten, hätten sie mit 4.250 bestehenden Wasserkraftanlagen bereits genug zur Energiewende beigetragen. Weitere Kraftwerksbauten hingegen gefährdeten den Lebensraum Wasser.