München (epd). Kommenden Mittwoch (19. April) wird im Münchner Justizpalast eine neue Dauerausstellung zu den "Weiße-Rose-Prozessen" während der NS-Zeit mit dem Titel "Willkür im Namen des Deutschen Volkes" eröffnet. Man wolle mit der Ausstellung die Erinnerung an die mutigen Widerstandskämpfer wachhalten, teilte das bayerische Justizministerium am Freitag mit. Vor 80 Jahren fielen im Justizpalast die Todesurteile gegen die Geschwister Scholl, Christoph Probst, Willi Graf, Kurt Huber und Alexander Schmorell.
Neben den sieben Todesurteilen verhängte der Volksgerichtshof in den Prozessen 14 Freiheitsstrafen. In der neuen Dauerausstellung soll auch erläutert werden, wie der Nationalsozialismus den Rechtsstaat mit perfider Präzision ausgehöhlt und zu einem Instrument zur Ausschaltung politischer Gegner gemacht hat. Die neue Ausstellung wird gemeinsam von Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) mit Hildegard Kronawitter, der Vorsitzenden der "Weiße Rose Stiftung", eröffnet.