Rosenheim, Miesbach (epd). Nachdem in Oberbayern erneut Braunbärspuren gefunden wurden, bitten die Behörden Wanderer und Skitourengeher um erhöhte Vorsicht. Wer sich in der freien Natur aufhalte, solle die Verhaltensregeln im Umgang mit Wildtieren beachten, teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) auf seiner Homepage mit. Am Freitagnachmittag (21. April) sei im österreichischen Grenzgebiet der Landkreise Rosenheim und Miesbach erneut "ein Trittsiegel eines Bären im Schnee" dokumentiert worden. Ob die Spur zu dem Bären gehört, der vergangene Woche im Landkreis Rosenheim drei Schafe getötet hat, lasse sich nicht feststellen.
Bislang verhalte sich der Bär dem Menschen gegenüber unauffällig, so die Behörde weiter. Dennoch sollten Menschen bei Freizeitaktivitäten im Voralpenland wachsam sein. Wer einem Bären begegne, solle ruhig bleiben, Abstand halten und das Tier durch ruhiges Sprechen und langsame Armbewegungen auf sich aufmerksam machen, teilt das LfU auf seinen Internetseiten mit. "Rennen Sie nicht und versuchen Sie nicht, den Bären zu verscheuchen", so die Empfehlung.
Sollte sich der Bär aufrichten, sei das keine Drohgebärde: "Der Bär ist neugierig und will die Situation besser überblicken." Richtig sei, den Bären im Blick zu behalten und sich langsam zurückzuziehen. Angriffe auf Menschen seien äußerst selten. Das richtige Verhalten in diesem Fall sei, sich mit den Händen im Nacken bäuchlings auf den Boden zu legen oder sich auf den Boden zu kauern. Der Bär lasse dann "in der Regel" vom Menschen ab.