Pappenheim (epd). Die Ingolstädter Pfarrerin Sonja Scherle-Schobel wird neue evangelische Dekanin im Dekanatsbezirk Pappenheim (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen). Ein Gremium aus Kirchenvorstand und Dekanatsausschuss habe die 49-Jährige gewählt, teilte die Nürnberger Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern am Montag mit. Die Pfarrerin ist verheiratet und hat eine Tochter im Grundschulter. Scherle-Schobel folgt auf Wolfgang Popp, der im Herbst in den Ruhestand tritt.
Die Dekanate Gunzenhausen, Pappenheim und Weißenburg würden sich "in einem Entwicklungsprozess hin zu einem gemeinsamen Dekanat" befinden, teilte die Regionalbischöfin mit. Dieses werde künftig von zwei Dekanen oder Dekaninnen geleitet. Mit der neuen Dekanin komme eine "teamorientierte und erfahrene Leitungspersönlichkeit", die zusammen mit den Nachbardekanaten auch in Zukunft tragfähige kirchliche Strukturen für die Region erarbeiten werde. Scherle-Schobel sei eine "einladende und offene Theologin, die eine klare, lebendige Vision für die Kirche der Zukunft hat und Zuversicht ausstrahlt".
Sonja Scherle-Schobel stammt aus Ansbach, studierte evangelische Theologie in Neuendettelsau und Göttingen und war nach dem Vikariat in Oberasbach einige Jahre Pfarrerin in Mitterteich im Dekanat Weiden. Seit 2010 hat Scherle-Schobel die erste Pfarrstelle in Friedrichshofen, einem Unterbezirk von Ingolstadt. Sie war Dekanatsjugendpfarrerin, leitete die Konferenz der KiTa-Träger und engagiert sich in der Aus- und Fortbildung der verschiedenen kirchlichen Berufsgruppen heißt es in der Mitteilung.
Pappenheim ist eines von derzeit zehn Dekanaten im Kirchenkreis Nürnberg. Zum Dekanat gehören 22 Kirchengemeinden in elf Pfarreien mit etwa 16.500 Gemeindegliedern.