München (epd). Am 2. Mai öffnet in der Ständlerstraße in München eine neue Obdachlosenunterkunft für maximal 100 wohnungslose Menschen. Nach zweijähriger Bauphase können die ersten Bewohner in die Appartements einziehen, teilte das Diakonische Werk des Evangelischen Dekanatsbezirks Rosenheim am Freitag mit. Die Verweildauer der wohnungslosen Einzelpersonen und Paare, an die sich das Flexi-Heim richte, soll zwischen einem halben Jahr und anderthalb Jahren betragen. Die Unterbringung erfolge in 49 abgeschlossenen Appartementeinheiten mit jeweils einer Doppelbelegung.
Bei sogenannten Flexi-Heimen handelt es sich laut Mitteilung um ein Förderprogramm der Landeshauptstadt München zur vorübergehenden Unterbringung wohnungsloser Menschen, die in der Landeshauptstadt gemeldet sind. Durch die Ausstattung solle in der oft langen Wartezeit auf eine Wohnung in München eine Situation geschaffen werden, die sich für die Betroffenen weitgehend wie dauerhaftes Wohnen anfühle.
In den Wohneinheiten stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern demnach ein eigener Sanitärbereich und eine Küchenzeile zur Verfügung. Darüber hinaus gebe es in der Unterkunft auch einen Gemeinschaftsraum. Im Erdgeschoss des sechsgeschossigen Gebäudes seien zudem zwei Appartements für Menschen mit Rollstuhl vorgesehen. Um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten, werde die Eingangspforte rund um die Uhr durch Mitarbeitende einer beauftragten Sicherheitsfirma besetzt.
In der Nähe gebe zahlreiche soziale Einrichtungen wie Nachbarschaftstreffs, ein Mütterzentrum, Freizeiteinrichtungen, ein Alten- und Servicezentrum, Integrationskurse und Gesundheitsprojekte. Zeitgleich mit der Aufnahme in die Einrichtung beginne laut Diakonie auch die sozialpädagogische Betreuung. Alle Bewohner haben während des Aufenthalts eine feste Bezugsperson, die sie während der gesamten Verweildauer begleite. Einmal im Monat sollen am Wochenende in Zusammenarbeit mit den Bewohnern Freizeitaktivitäten angeboten werden.