München (epd). Seit 2018 haben sich in den ersten Wochen des Jahres offenbar noch nie so viele Menschen in Bayern wegen Atemwegserkrankungen krankschreiben lassen wie dieses Jahr. Für diese Analyse habe die Barmer-Krankenkasse die Krankschreibungen ihrer Versicherten aus den ersten zwölf Wochen der Jahre 2018 bis 2023 herangezogen, teilte die Krankenkasse am Freitag mit. Die Krankschreibungen erfolgten beispielsweise wegen Corona oder Grippe sowie banaleren grippalen Infekten.
Im Beobachtungszeitrum seien heuer pro Woche im Schnitt 329 je 10.000 Barmer-Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld arbeitsunfähig gewesen. Dieser Wert sei viermal so hoch wie zu Jahresbeginn 2021 mit 82 Betroffenen je 10.000 Krankengeld-Anspruchsberechtigten. Damit liegen die Quoten in Bayern aber immer noch besser als bundesweit. Hier seien in den ersten zwölf Wochen dieses Jahr im Schnitt 368 Personen arbeitsunfähig gewesen im Vergleich zu 98 Personen in 2021.
Jüngst hätten die Fallzahlen auch höher als zum Jahresstart 2018 mit durchschnittlich 254 Erkrankten je 10.000 Krankengeld-Anspruchsberechtigten gelegen, als die Grippe ungewöhnlich stark grassierte. Damals seien in der Spitze bis zu 47 je 10.000 Anspruchsberechtigte allein wegen Grippe krankgeschrieben gewesen. In diesem Jahr lag der Höchstwert in einer Woche dagegen nur bei etwa einem Grippe-Kranken je 10.000 Krankengeld-Anspruchsberechtigten.