München (epd). Anlässlich des Festes der Kreuzerhöhung laden der Evangelisch-Lutherische Dekanatsbezirk München, die Erzdiözese München und Freising sowie die koptisch-orthodoxe Gemeinde der Landeshauptstadt am 14. September zu einer ökumenischen Begegnung ein. Pater Deuscoros El Antony, Priester der koptisch-orthodoxen Kirche, werde um 18 Uhr gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (AcK) eine ökumenische Kreuzesandacht in der koptisch-orthodoxen Kirche St. Mina halten, teilte die Erzdiözese München und Freising am Donnerstag mit. Die Andacht stehe unter dem Motto "Kreuz+Gänge".

Danach wird Deuscoros El Antony um 19 Uhr im Pfarrsaal einen Impuls zur koptischen Kreuzesfrömmigkeit geben. In einem Podiumsgespräch diskutiert er anschließend mit Pastor Volker Schmidt (evangelisch-freikirchlich) und Pater Andreas Batlogg SJ (römisch-katholisch) über aktuelle gesellschaftliche Debatten rund um das Thema Kreuz. Gegen 20 Uhr bestehe im Garten von St. Mina die Gelegenheit zur Begegnung bei koptischen Spezialitäten, hieß es weiter.

Das Fest der "Kreuzerhöhung" erinnert an eine Legende: Am 14. September 320 soll Helena, die Mutter des ersten christlichen Kaisers Konstantin, in Jerusalem das Kreuz, an dem Jesus starb, gefunden haben. Kaiser Konstantin ließ daraufhin zwei Kirchen am Ort von Kreuzigung und Auferstehung errichten, in denen die Kreuzesreliquie gezeigt wurde. Am gleichen Standort steht heute die Grabeskirche Jerusalem.

Die ökumenische Feier des Festes Kreuzerhöhung wurde den Angaben zufolge erstmals im Jahr des Reformationsgedenkens 2017 begangen und soll daran erinnern, dass das Kreuz die Mitte des Glaubens aller Christen darstelle. Die Veranstaltung solle die vielfältigen Formen der Frömmigkeit aufzeigen, die sich in den anderen Kirchen rund um das Kreuz und seine Verehrung entwickelt haben.