Augsburg (epd). Der siebte Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ist am Sonntag beim evangelischen Kirchentag in Nürnberg gestartet. Bis zum 26. Juni führt er über 14 Etappen und etwa 250 Kilometer nach München, teilte das Bistum Augsburg am Montag mit. In München solle am 26. Juni die auf dem Kirchentag angenommene Resolution "Den Pariser Klimavertrag ohne Wenn und Aber umsetzen!" stellvertretend an die bayerische Staatsregierung, den Münchner Oberbürgermeister sowie an die Evangelisch-Lutherische Kirche und die katholischen Bistümer in Bayern übergeben werden, hieß es in der Mitteilung. Mehrere Etappen des Weges führen auch durch das Bistum Augsburg.

Die von der Initiative Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit eingebrachte Resolution richtet sich an die Regierungen, Landkreise und Kommunen wie auch an die Kirchen und war am Freitag auf dem Kirchentag mit fast 100 Prozent der Stimmen während einer Podiumsveranstaltung mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) angenommen worden. Sie fordert neben einer Umsetzung des Pariser Klimavertrages auch, das deutsche Klimaschutzgesetz nicht zu verwässern.

Auf dem Ökumenischen Pilgerweg erlernen die Pilgerinnen und Pilger beispielhafte Lösungen für nachhaltige Entwicklung und besuchen Orte, an denen die Gefährdung der Schöpfung deutlich wird. Zudem steht das Gespräch mit Pfarrgemeinden, Umweltinitiativen, Verbänden und Schulen auf dem Programm. In ökumenischen Andachten sowie konkreten Aktionen wollen sich die Pilgerinnen und Pilger austauschen und Impulse für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit hinterlassen.

Etappen auf dem diesjährigen Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit sind etwa das Kloster Plankstetten und Ingolstadt sowie im Bistum Augsburg die Oase Steinerskirchen, Klosterberg/Hohenwart, Schrobenhausen und Kühbach.

Der erste Ökumenische Pilgerweg fand 2015 anlässlich der Klimakonferenz in Paris statt. Er ist ein ökumenisches Projekt evangelischer Landeskirchen, katholischer Bistümer und kirchlicher Hilfswerke in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit. Ziel ist, Aufmerksamkeit für die globalen Dimensionen des Klimawandels zu schaffen.