München, Garmisch-Partenkirchen (epd). Mit einem ökumenischen Requiem für den Zugspitz-Gletscher wollen die Kirchen im Werdenfelser Land am Dienstag (25. Juli) auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen. Bei der Feier sollten "Information und Trauer über den 'sterbenden' Gletscher ebenso Platz haben wie Zukunftsperspektiven", teilte die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern am Donnerstag mit. Der südliche Schneeferner auf dem Zugspitzplatt ist durch die Rekordsommer der letzten Jahre so stark geschrumpft, dass ihm die Bayerische Akademie der Wissenschaften 2022 seinen Status als "Gletscher" aberkannt hat. Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern über Null der höchste Berg Deutschlands.

Das Requiem stehe unter dem Leitwort "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?" aus Psalm 121, hieß es in der Pressemitteilung. Wissenschaftler der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus würden bei der Feier über die Faktenlage informieren. Anschließend werde der schwindende Gletscher in einem kirchlichen Ritual ausgesegnet. Dabei komme die "Elegie auf das Ende des ewigen Eises" aus der Feder von Kirchenmusikdirektor Wilko Ossoba-Lochner zur Uraufführung. Das Requiem wird von der Garmischer Pfarrerin Uli Wilhelm und von Pastoralreferent Florian Hammerl von der katholischen Tourismuspastoral im Werdenfelser Land geleitet.