Regensburg (epd). Das bislang überwiegend kommunal finanzierte Stadttheater in Regensburg wird zum Staatstheater erhoben. Das kündigten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Kunstminister Michael Blume und Finanzminister Albert Füracker (alle CSU) an diesem Donnerstag bei einem Besuch des Theaters an. Ein Staatstheater wird dadurch definiert, dass der Freistaat mindestens 50 Prozent der benötigten Fördersumme für den Betrieb zur Verfügung stellt. Bisher ist das Stadttheater das größte kommunale Theater in Bayern.
Bislang gibt es in Bayern fünf Staatstheater: Die Bayerische Staatsoper samt Staatsballett, das Bayerische Staatsschauspiel sowie das Staatstheater am Gärtnerplatz - alle in der Landeshauptstadt München. Hinzu kommen noch die Staatstheater in Nürnberg und Augsburg. 2019 kündigte die Staatsregierung zudem an, dass das städtische Mainfrankentheater in Würzburg nach seiner Sanierung zum Staatstheater erhoben werden soll; bislang steht dies noch aus. das Regensburger Fünf-Sparten-Haus wäre somit das Siebte.
Klar ist seit diesem Donnerstag auch: Der Freistaat wird sich mit mehr Geld an der Finanzierung des Theaters beteiligen, zugleich sollen die kommunalen Mittel aber nicht gekürzt werden. Am Ende soll das Theater, das jährlich von 180.000 Gästen besucht wird, also mehr Geld zur Verfügung haben. Zum einen, um steigende Kosten auszugleichen, zum anderen, um die Qualität zu steigern, hieß es. Regionale Landtagsabgeordnete begrüßte die Entscheidung der Staatsregierung.