Donauwörth, Nördlingen, Oettingen (epd). Die drei evangelischen Ries-Dekanate Donauwörth, Nördlingen und Oettingen gehen angesichts sinkender Personal- und Mitgliederzahlen neue Wege der Zusammenarbeit: Sie haben über die bestehenden Dekanatsgrenzen hinaus die vier Bezirke Nord, Süd, West und Mitte gegründet, um einerseits den Landesstellenplan der bayerischen Landeskirche mit seinen Sparvorgaben umzusetzen - und andererseits trotzdem die Evangelischen in der Region noch besser zu erreichen.
Die Dekanatsgrenzen blieben zwar erhalten - die verbliebenen Pfarrstellen seien auf einer Landkarte mit allen drei Dekanaten aber möglichst gleichmäßig verteilt worden, sagt Oettingens Dekan Armin Diener: "Wir haben bewusst nur das Pfarrpersonal verteilt, nicht die Stellen für Kirchenmusik oder Seelsorge." Jeder Region sei zudem eine halbe Stelle für Jugendarbeit zugeordnet worden, erläuterte Diener. Sicherlich würden vereinzelt neue Pfarreien gebildet, das aber liege in der Entscheidungshoheit der Kirchengemeinden vor Ort.
Die rechtliche Struktur hinter der Zusammenarbeit ist eine 2019 eingerichtete Kooperationssynode als Zweckverband kirchlichen Rechts mit Vertretern sämtlicher Gemeinden im Donau-Ries und 103 Mitgliedern. Synergieeffekte und gemeinsam Personal nutzen bei Konfirmandenarbeit, Kirchenmusik oder der Jugend - das sei in der Region aber auch schon vor 2019 längst üblich gewesen.