München (epd). Der Freistaat hat bereits rund 20,7 Millionen Euro an Härtefallhilfen an 177 bayerische Kliniken, ambulante Pflegedienste sowie Vorsorge- und Rehakliniken ausgezahlt. Seit Start des bayerischen Härtefallfonds am 11. Mai seien schon 314 Anträge eingegangen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag laut Mitteilung. Zusammen mit den bereits ausbezahlten Härtefallhilfen betrage das Gesamtvolumen aller eingegangenen Anträge mehr als 30 Millionen Euro, hieß es.
Das große Interesse an den Härtefallhilfen zeige, dass die Staatsregierung damit "die richtige Entscheidung getroffen habe". Der Bedarf der Einrichtungen an "handfester Unterstützung" sei infolge des Ukrainekrieges groß. "Wir stärken die Gesundheitseinrichtungen im Freistaat gegen die Auswirkungen von Inflation und hohen Energiekosten", sagte Holetschek. Bayern schließe die Lücken, die der Bund offen lasse: "Viele Einrichtungen sind von unvorhersehbar gestiegenen Energie- und Sachkosten betroffen, die nicht refinanziert sind."
Der bayerische Härtefallfonds sieht ein Volumen in Höhe von 100 Millionen Euro für die Krankenhäuser und jeweils 30 Millionen Euro für Reha- oder Vorsorgeeinrichtungen sowie für ambulante Pflegedienste vor. Man nehme "ergänzend zur Bundesregierung 160 Millionen Euro in die Hand", um die teilweise existenzbedrohende Entwicklung der Einrichtungen im Gesundheitsbereich abzufedern, erläuterte der Minister: "Dieser ergänzende Härtefallfonds sucht bundesweit seinesgleichen."