Jachenau (epd). Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat am Freitag gemeinsam mit der Kreisgruppe Bad Tölz des Bayerischen Jagdverbands Steingeißen und Steinböcke an der Benediktenwand in den bayerischen Voralpen in ihre neue Heimat entlassen. Die Auswilderung der aus der Schweiz stammenden Tiere diene der Auffrischung des Genpools der bestehenden Steinwild-Population, teilte das Staatsministerium mit.

Der Steinwildbestand wird demnach in Bayern seit Jahren intensiv beobachtet. Wissenschaftlich fundierte Untersuchungen hätten gezeigt, dass die seit über 50 Jahren bestehende Benediktenwand-Population im Vergleich zu 54 anderen untersuchten Steinwild-Populationen die geringste genetische Vielfalt aufweise. Da ein natürlicher Austausch zu anderen Kolonien wegen der geographischen Lage nicht möglich ist, sei die aktive Auswilderung der einzige Weg gewesen, um diese Situation zu verbessern. Das Projekt werde in den nächsten Jahren eingehend wissenschaftlich begleitet, um seinen Erfolg beurteilen zu können.