München (epd). Die bayerische Staatsregierung verlängert ihr Förderprogramm zur Anstellung sogenannter Assistenzkräfte in Kitas. Ursprünglich war das Programm bis Ende 2022 befristet, nun würden für dieses Jahr nochmals 20 Millionen Euro bereitgestellt, teilte das Sozialministerium am Mittwoch mit. Teil des Programms ist, dass der Freistaat auf die Kofinanzierung der Kommunen in Höhe von rund 15.000 Euro jährlich für eine Personalstelle in der Tagespflege oder eine Assistenzkraft verzichtet.
"Wir schaffen mehr helfende Hände in bayerischen Kitas, mehr Entlastung des Fachpersonals, mehr Zeit für die Kinder", sagte Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU). Mit der Verlängerung des Förderprogramms schaffe man bessere Arbeitsbedingungen für das pädagogische Personal, erläuterte sie. Kern des Programms ist, dass sich Tagesmütter oder -väter oder auch Personen ohne jede Erfahrung in der Arbeit mit Kindern zu Ergänzungs- oder Assistenzkräften qualifizieren können.
Die Qualifikationen umfassen sowohl für die Assistenzkräfte als auch für die Ergänzungskräfte insgesamt jeweils 200 Stunden in mehreren Modulen. Eine qualifizierte Assistenzkraft kann mit dem Nachweis einer gewissen Anzahl Praxisstunden auch Ergänzungskraft werden. Ferner sind für die verschiedenen Qualifikationsstufen gewisse Sprachkenntnisse und Schulabschlüsse vonnöten. Letzten Endes kann man sich bis zur Kita-Fachkraft weiterqualifizieren.