Freyung (epd). Die bayerische Staatsregierung will mit verschiedenen Maßnahmen den Tourismus im Bayerischen Wald ankurbeln. Zum einen soll Ostbayern ein eigenes Walderlebniszentrum in Bodenmais erhalten, kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Freyung an. Bau- und Forstministerium sollen die Planungen am Silberberg gemeinsam vorantreiben. Beim künftigen Walderlebniszentrum soll Nachhaltigkeit "vollumfänglich im Mittelpunkt stehen".

Auch in die touristische Infrastruktur im Nationalpark Bayerischer Wald soll investiert werden. Für neue Nationalpark-Besuchereinrichtungen im Erweiterungsgebiet nordöstlich der Ortschaft Finsterau sollen rund 3,5 Millionen investiert werden. So soll im nordischen Skizentrum Finsterau-Wistlberg etwa ein ganzjährig betriebenes, ebenerdiges Nationalpark-Café entstehen. Zudem soll das Waldschmidthaus des Freistaats am Großen Rachel denkmalgerecht zum Berggasthof mit Übernachtungsmöglichkeiten umgebaut werden.

Der Nationalpark Bayerischer Wald war 1970 als erster deutscher Nationalpark ausgewiesen worden. Den Angaben zufolge ist er inzwischen der größte deutsche Waldnationalpark, jährlich kommen rund 1,3 Millionen Besucherinnen und Besucher dorthin.