Nürnberg (epd). Mit einem neuen Angebot will die Stadtmission Nürnberg Mädchen und Jungen mit Unterstützungsbedarf bereits im Kindergarten- und Vorschulalter helfen. "Je früher wir ansetzen, desto besser", sagte Philipp Glenk, Leiter der Schulbegleitung und Integrationshilfe der Stadtmission Nürnberg, am Freitag laut Mitteilung. Gerade in der frühen Kindheit würden grundlegende Fähigkeiten entwickelt, die für späteres Lernen, soziale Teilhabe und persönliche Entwicklung entscheidend seien. Glenk sieht "einen riesigen Bedarf an frühkindlicher Förderung".

Immer mehr Kinder zeigten bereits vor der Einschulung deutliche Unterstützungsbedarfe - sei es bei der sprachlichen Entwicklung, im sozialen Miteinander, in der Motorik oder im emotionalen Verhalten, hieß es weiter. Besonders Kinder im Autismus-Spektrum stünden im Kita-Alltag häufig vor Hürden, die ohne Unterstützung kaum zu bewältigen seien.

Intensive und individuell angepasste 1:1-Unterstützung

Bei der frühkindlichen Integrationshilfe begleiten Fachkräfte die Kinder direkt in die Einrichtung und stehen ihnen während des gesamten Tagesablaufs zur Seite, hieß es weiter. Durch eine intensive, individuell angepasste 1:1-Unterstützung sollen die Kinder bestmöglich am Kita-Alltag teilnehmen können. Die frühkindliche Integrationshilfe wird über den Bezirk Mittelfranken finanziert.

Jeder Cent, der hier investiert werde, sei eine Investition in die Zukunft der betroffenen Kinder, um ihr Recht auf Teilhabe zu verwirklichen und schütze das Sozialsystem gleichzeitig vor Folgekosten, so die Stadtmission Nürnberg. Margit Buhl, ständige stellvertretende Bereichsleitung der Kinder- und Jugendhilfe bei der Stadtmission, kritisierte die kürzlich bekannt gewordenen Pläne der Bundesregierung scharf, in der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe massiv zu sparen. "Wenn diese so umgesetzt werden, wäre das eine Katastrophe für die betroffenen Kinder", sagte Buhl.